Import der Koi Karpfen in Europa

 

Import der Kois nach EuropaEs ist nicht eindeutig nachvollziehbar woher die Koi Karpfen stammen, jedoch finden sie ihre berühmteste und erfolgreichste Zeit auf japanischem Boden. Aus diesem Grund ist es naheliegend, dass die meisten Importe auch aus dem asiatischen Raum in die europäischen Länder erfolgten und wohl auch heute noch durchgeführt werden. Der Import der Fische nahm durch eine eher unbedeutende kleine Veranstaltung seinen Lauf. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts fand in Tokyo eine Ausstellung der Karpfen statt und siehe da, der Aussteller erreichte mit seinen Koi Karpfen den zweiten Platz am Siegerpotest. Der damalige Kronprinz namens Hirohito erhielt einen Teil der Siegerkarpfen als Geschenk. Da dieser nicht nur Kronprinz, sondern auch von Herzen als Biologe tätig war, bedeutete dies den Durchbruch für die Koizucht. Von diesem Moment an ging es steil bergauf mit den Fischen und deren weltweiter Bekanntheit. Die bunten Kois und ihre Erfolge waren in aller Munde und fanden Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Importe in beträchtlichem Ausmaß in die europäischen Länder ihren Beginn.

Die Koi Karpfen werden auch heute noch immer aus Japan oder den anderen Ländern, wo sie ihren Ursprung finden, importiert. Mittlerweile konnten aber auch in Europa erfolgreiche Zuchtfarmen Fuß fassen und es werden verschiedenste Arten der Koi Karpfen auch aus Europa exportiert. Europäische Züchter haben ihr Wissen auf dem Gebiet der Aufzucht von Fischen und deren artgerechter Haltung großteils aus Niederschriften ihrer asiatischen Vorbilder. Viele europäische Zuchtfarmen arbeiten nach japanischen Methoden. Im Rahmen der Europäischen Union und der Erweiterung des Wirtschaftsraums lässt sich mit unter schwer nachvollziehen, aus welchem Land Wirtschaftsgüter tatsächlich stammen und wo diese produziert wurden. Ähnlich ist es auch mit den Fischen, diese legen mit unter weite Wegstrecken durch die verschiedensten Länder zurück, bis sie beim Käufer anlangen.

Aufgrund dessen, dass es über hundert Formen beziehungsweise Unterformen bei den Koi Karpfen gibt, lässt sich die Herkunft der einzelnen Importe und Exporte am ehesten durch die Spezialisierungsformen nachvollziehen. Die Fischzüchter können nicht alle Fischarten gleichzeitig züchten, zum Einen würde dies einen unbewältigbaren logistischen Aufwand bedeuten und finanziell kaum vorstellbar sein. Denn jede Karpfenart lebt unter anderen Bedingungen und benötigt individuelle Pflege und Haltung. Zum Anderen würde darunter die Qualität der Fische leiden, denn bei so vielen Artvorkommen - die sich wohl auch gleichen und teils decken, trotzdem aber ihre Eigenheiten und unterschiedlichen Zuchtbedürfnisse haben - kann die Qualität nicht konstant gehalten werden. Hier müssten die Züchter ein immenses Wissen angeeignet haben und dieses auch umsetzen können.