Die Herkunft der Koi Karpfen
Nun
findet man in Schriftstücken die Behauptung, dass der Koi Karpfen
seinen Ursprung tatsächlich an der Donauregion gefunden haben soll,
welche am Schwarzwald entspringt. Der zweitlängste Strom in Europa
(der längste europäische Fluss ist die Wolga) fließt über
das Alpenvorland, in die pannonische Ebene durch das rumänische Tiefland
und mündet schlussendlich im Schwarzen Meer.
In den europäischen Gefilden unbeachtet soll der Koi Karpfen in der
Volksrepublik China, Korea und in Japan das erste Mal bemerkt worden sein.
Besonders die Farbkarpfen finden in China ihren Ursprung beziehungsweise
werden sie in der Volksrepublik erstmals schriftlich erwähnt. Dies
ist nicht verwunderlich, immerhin ist China das Land der Fische und das
älteste Fischzuchtland auf der Erde überhaupt. Fische und deren
Aufzucht haben in China große Tradition und die Chinesen sind Vorreiter
auf dem Gebiet der Fischaufzucht, sowie richtige Pflege und Haltung von
Fischen. Vor Jahrzehnten war es in diesem Land von großer Bedeutung
Fische als Geschenk zu erhalten. So soll es sich zugetragen haben, dass
Konfuzius (der weltweit bekannte Philosoph seiner Zeit) erster Sohn einen
bunten Karpfen zur Geburt überreicht bekam. Daraufhin erhielt der
Junge seinen Namen Kong Li, was frei übersetzt ins Deutsche "Karpfen"
heißt. Schon aus dieser Gestik heraus lässt sich die Bedeutung
der Kois zu jener Zeit erahnen. Die Karpfen waren Symbolik für Stärke
und Leben.
Definitiv lässt sich aus den Überlieferungen jedoch nicht genau festlegen, woher der Koi nun tatsächlich stammt und in welchem Land er seinen Ursprung findet. Aus den überlieferten Schriftstücken lässt sich die Herkunft deshalb schwer ableiten, da die Namensgebung für den Koi nicht genau definierbar ist. Koi oder auch Goi geschrieben ist das japanische Wort für Karpfen. In China heißt Karpfen Li yu. Nun wird nicht genau überliefert, ob es sich hierbei um Karpfen oder um Farbkarpfen gehandelt hat. Der Zusatz des japanischen Wortes Nishiki würde den Karpfen zum Farbkarpfen machen. Leider kann keiner genau nachvollziehen, wie detailliert die Aufzeichnungen sind und ob darin vom Karpfen oder Farbkarpfen die Rede ist.
Sicher ist jedoch, dass im 18. Jahrhundert vor allem arme Reisbauern die Koi Zucht betrieben, um einerseits ihre Familie ernähren zu können. Andererseits diente der Verkauf der Karpfen auch als Nebenverdienst zu dem Reisgeschäft (USA Rundreise). Die Reisbauern waren Jahrelang auf die Karpfenzucht als lebenserhaltende Maßnahme angewiesen und brauchten die Fische zum Überleben.
Zur heutigen Zeit stammen die meisten Karpfen aus dem japanischen Raum. Dort finden die größten Zuchträume ihren Platz. Sehr erfolgreiche Nachfolger der japanischen Fischzüchter finden sich weiters in Südafrika, Israel und Singapur.