Wachstum der Koi Karpfen
Koi
Karpfen sind sehr robuste Lebewesen und wachsen recht gut. Trotzdem ist
bei der Haltung der Kois auch einiges genau zu beachten und man sollte
sich an erprobte Richtlinien und Tipps von Fachmännern halten. Wie
bei vielen Dingen im Leben, muss man auch hier das Rad nicht neu erfinden.
Es gibt zahlreiche Erfahrungsberichte von Züchtern und Liebhabern
der Fischhaltung, die man ruhigen Gewissens beherzigen und auch gleich
bei seinen eigenen Fischen anwenden kann. Das Besondere an den Koi Karpfen
ist neben ihrer Farbenvielfalt und Pracht bestimmt die Größe.
Die Karpfen können mit unter ordentliche Längen erhalten und
genau dieses Ergebnis wollen viele der Züchter auch erreichen. Am
besten und schnellsten wachsen die Fische in keimfreien Gewässern.
In Japan beispielsweise werden die Fische in sehr großen Naturteichen
gezüchtet. Diese Teiche sind sehr naturbelassen angelegt, mit vielen
Steinen und Grünpflanzen, so wie sie in der Umwelt vorkommen. Die
dort angesiedelten Fischreiher sorgen für Aufregung, denn der Reiher
ist einer der natürlichen Feinde des Fisches und ein ausgezeichneter
Fischer mit seinem langen Schnabel. Keimfreies Halten der Fische ist nur
in eigens dafür angelegten Teichen möglich. Diese Stätten
müssen so sicher abgeriegelt sein, dass kein Eindringling von Außen
Zugang hat und keine Keime eindringen können. Dadurch soll gewährleistet
sein, dass die Fische keine Krankheiten durch Parasiten, Bakterien oder
Viren erhalten und so gut wie möglich gedeihen und wachsen können.
Wie artgerecht diese Aufzucht ist, sei dahingestellt. Die Haltung der
Koi Karpfen hat sich aus dem Grund in solch eine bizarre Richtung entwickelt,
da diese bei nur einer schlechten Lebensbedingung kaum Überlebenschancen
haben. Ein gesunder Koi Karpfen kann bis zu 60 Jahre alt werden. Stimmt
allerdings mit den Wasserparametern oder mit der Teichhygiene etwas nicht,
so werden die Fische im Höchstfall 10 Jahre alt. Bekommen die Tiere
jene Nahrung, die ihrer Art und Gattung entspricht, so können sie
eine Länge von über einen Meter erreichen. Man kann also bereits
erahnen, dass man beim Bau des Teiches nicht Platzsparen sollte. Nicht
alle Koi Zuchtformen werden so groß, speziell die Linien wie die
Ogons oder der Chagoi können jedoch sehr groß werden. Eines
steht fest, die Fische wachsen und ist der Teich auch noch so klein. Je
größer der Teich, desto mehr Platz haben die darin lebenden
Tiere allerdings und desto schneller geht der Wachstumsprozess voran.
In Bezug auf das Wachstum spielt auch die Wassertemperatur noch eine große
Rolle. Diese sollte im Frühling nicht mehr als 18 Grad und weniger
als 14 Grad Celsius aufweisen, im Sommer kann das Wasser eine Temperatur
zwischen 20 und 26 Grad Celsius haben und im herbst zwischen 15 und 20
Grad Celsius und im Winter sollten mindestens 4 Grad Celsius vorhanden
sein. Stimmen die Temperaturen überein, hat der Koi Karpfen genügend
Platz in seinem Teich und bekommt er ausreichend qualitatives und gesundes
Futter, so wächst er mit Sicherheit gut heran.