Krankheiten der Koi Karpfen

 

Koi KrankheitenObwohl die Koi Karpfen eine eher robustes Wesen haben und auch unter weniger idealen Umständen überleben können, handelt es sich bei den Koi Karpfen gleichzeitig auch um sehr zarte Lebewesen, die mitunter auch leicht an einer Erkrankung leiden können. Beispielsweise können bereits kleinste nicht alltägliche Einwirkungen bei den Karpfen Stress auslösen, was zu Karpfenpocken führen kann. Diese Erkrankung ist zwar nicht weiter bedenkenswert und auch leicht heilbar, jedoch veranschaulicht es, wie sensibel die Fische eigentlich sind und schon auf geringste Stressfaktoren körperlich reagieren. Noch häufiger als die Pockenkrankheit treten Parasiten bei Koi Karpfen zum Vorschein. Stimmen die Wassertemperaturen nicht zu hundert Prozent mit den Idealtemperaturen überein, so kann es schnell zu einem Parasitenbefall der Tiere kommen. In warmem Wasser fühlen sich die Parasiten geradezu paradiesisch wohl und vermehren sich in windes Eile. Die Parasiten an sich fügen den Fischen keinen größeren Schaden zu, sie sind lästig und die Haut der Fische fängt zu jucken an. Den Befall erkennt der Züchter dadurch sehr rasch, da sich die Fische regelmäßig an Steinen oder anderen Gegenständen im Teich Kratzen und versuchen den Juckreiz loszuwerden. Durch den Parasitenbefall wird das Immunsystem der Fische geschwächt und dadurch sind diese viel schneller und leichter anfällig für andere Krankheiten. Darin besteht das Hauptproblem des Parasitenbefalls und ist weitaus nicht zu unterschätzen. Sobald man Parasiten bemerkt, sollten diese auf jeden Fall bekämpft und vernichtet werden, um die Fische vor weiteren Erkrankungen zu schützen. Aufgrund dessen, dass es sehr viele unterschiedliche Parasitenarten gibt und ebenso viele Mittel zur Bekämpfung dieser Schädlinge, ist es ratsam einen Fachmann hinzuziehen. Ein Tierarzt wird schnell herausfinden, um welchen Parasit es sich handelt und das richtige Gegenmittel zur Hand haben. Ohne Tierarzt kommt man auch bei den weiteren möglichen Erkrankungen der Koi Karpfen nicht herum.

Beispielsweise kann ein Koi Karpfen an Herpes erkranken. Insider kennen diese Krankheit als KHV (Koi Herpes Virus) und schrecken davor zurück. Dies ist eine ernst zu nehmende Infektion, die sich sehr schnell von einem Fisch auf den nächsten überträgt und daher ganze Fischzüchtungen gefährdet. Aufgrund dessen, dass sich die Krankheit so schnell auf andere Fische ausbreitet, ist hier meist der ganze Fischbestand in Gefahr und verloren. Denn bis der Züchter die Erkrankung entdeckt, ist meist der Großteil der Fische nicht mehr zu retten. Viele Züchter und Koihalter versuchen Gefährdungen dieser Art durch regelmäßige Tierarztkontrollen abzuwenden. Hat man die Erkrankung übersehen und tritt der Ernstfall ein, gibt es Antibiotika aus der Tierapotheke, die den Fischen in frühzeitigem Erkrankungsstadium noch helfen können. Solch starken Medikamente sollten jedoch keinesfalls ohne ärztliche Anweisung verabreicht werden, da bei den Fischen eine genaue Dosierung der Verabreichung unabdingbar ist.