Krankheiten im Überblick
Bei
Auffälligkeiten im Verhalten und zur Prävention von Krankheiten
ist auf jedenfall ein regelmäßiger Check der Tiere durch einen
Tierarzt ratsam. Um jedoch auch als Karpfenbesitzer und Züchter eine
gewisse Ahnung von den möglichen Erkrankungen seiner Tiere zu besitzen,
wollen wir hier rein informativ einen groben Überblick über
Krankheitsmuster und deren Auftreten geben.
Neben dem Koi Herpes Virus und dem Parasitenbefall gibt es weitere mögliche Erkrankungen bei den Fischen ganz allgemein, die in den folgenden Punkten näher erläutert sind:
Bauchwassersucht:
Die Bauchwassersucht wird durch nicht artgerechte Haltung hervorgerufen
und trifft vor allem bereits geschwächte ältere Fische. Da es
sich um eine bakterielle Infektion handelt, kann die Krankheit im Fischbestand
schnell übertragen werden und ist nicht ungefährlich für
die Fische. Der Züchter erkennt diese Krankheit am schnellsten durch
einen geschwollenen Bauch des Fisches.
Flossenfäule:
Die durch schlechte Wasserqualität hervorgerufene Fäule zeichnet
sich durch Bakterienbefall an den Flossen und im Maul des Fisches aus.
Im schlechten Wasser vermehren sich die Bakterien sehr rasch und fressen
sich in die Flossen des Fisches fest.
Frühjahrsvirämie:
Auslöser dieser Krankheit kann ein zu schneller Unterschied in der
Wassertemperatur sein, so wie es im Frühjahr möglich ist. Dies
löst beim Fisch Stress aus. Gekennzeichnet ist die Krankheit durch
geschwollene Bäuche bei den Fischen, sowie offene Wunden und Geschwüre.
Karpfenläuse:
Die Läuse fressen sich an den Fischen fest und bleiben an diesen
heften. Die Karpfenläuse ernähren sich von dem Blut ihres Wirten
sowie von dessen Gewebeflüssigkeit. Hat die Laus genug, so lässt
sie von ihrem Opfer ab. Karpfenläuse stellen keine gesundheitliche
Bedrohung für die Koi Karpfen dar.
Sonnenbrand:
Aufgrund dessen, das die Fische gerne direkt an der Oberfläche schwimmen,
dringen die Sonnenstrahlen direkt zu ihnen vor. Bei sehr klarem Teichwasser
kann das Sonnebad schnell zu einem schmerzhaften Sonnenbrand ausarten.
Der Sonnenbrand bei Fischen kann mit dem Sonnenbrand bei Menschen verglichen
werden. Er ist zum Einen sehr schmerzhaft und kann mit unter lebensgefährlich
sein. Da die Tiere selbst nicht erkennen können, woher die Schmerzen
kommen, sollte man im Sommer für ausreichend Sonnenschutz über
den Teich sorgen.