Transport und Eingewöhnungsphase

 

Koi TransportDie meisten der japanischen Koi Karpfen erreichen die europäischen Gefilde Ende des Jahres, immer um die Zeit im November und Dezember. Haben die Fische ihre Reise heil überstanden, kommen sie aber noch nicht in das Becken zu den anderen Fischen. Die Koi Karpfen müssen erstmal für vier Wochen in Quarantäne gestellt werden. Dies dient der Sicherheit und Gesundheit aller Fische, der Neuankömmlinge und jenen, die sich bereits länger im Fischbestand des jeweiligen Züchters befinden. Die meisten Züchter und Händler behalten die Fische dann über die Quarantänezeit hinaus noch bis in etwa April oder Mai. Erst in der etwas wärmeren Jahreszeit gehen die jungen Tiere dann an ihre neuen Besitzer weiter.

Der Transport erfolgt relativ simpel. Kommt darauf an, wieviele Fische man auf einmal kauft, so kann man diese entweder in einem Plastikbeutel, Eimer oder einer Wanne transportieren. Wichtig ist, dass sich in dem Behältnis genügend Wasser aus dem künftigen Koibecken befindet, sodass sich die Fische gleich an die künftige Umgebung gewöhnen können. Bei Ankunft am eigenen Teich ist es wichtig die Fische an die Umgebung langsam zu gewöhnen und nicht gleich mit einem Schwung in das Fischbecken zu geben. Die meisten Händler raten das Transportbehältnis geschlossen in den Teich zu geben, damit sich das Wasser im Transportgefäß der Temperatur des Teichwassers angleichen kann. In etwa eine halbe Stunde dauert es bis sich die Fische an die neue Temperatur gewöhnt haben, dann kann man die Fische auch in das Teichbecken schwimmen und ihnen ihren freien Lauf lassen.

Besonders die Phase der ersten Woche ist eine sensible Zeit. Hier gilt es die neuen Fische sorgsam zu beobachten, um sehr schnell entdecken zu können, ob einer der Fische Störungen im Verhalten oder im Aussehen aufweist und sich möglicherweise unwohl fühlt in seiner neuen Umgebung. Die meisten Züchter und Händler stehen auch nach dem Verkauf noch sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite und können in so einem Fall bestimmt mit dem richtigen Tipp aufwarten.

Gerade die Eingewöhnungsphase setzt einiges an Geduld voraus. Die Neuankömmlinge brauchen Zeit, um sich an ihr neues zuhause zu gewöhnen. Aber ebenso benötigt der Stammbestand eine gewisse Zeit der Angewöhnung und Akzeptanz. Haben sich die Tiere erst einmal aneinander und an die neue Umgebung gewöhnt, muss man darauf seine Aufmerksamkeit nicht mehr lenken und kann sich vollkommen an den Tieren erfreuen oder sein Zuchtvorhaben mit Innbrunst fortsetzen.